Andreas G. Förster

In der Presse

In La presse on 2016-11-17 at 8:38 am

2016/11/15: „Wer hat das letzte Wort?“ Analyse & Kritik. Skizzen über die Notwendigkeit einer zugleich transformatorischen wie realistischen wirtschaftspolitischen Strategie. (Kurzfassung eines Vortrag bei der Jour-Fixe-Initiative Berlin.)

2016/01/07: „Die Linke muss aufwachen.“ Jungle World. Interview mit der französischen Feministin und Antirassistin Caroline Fourest über Blasphemie, Bürgersinn und über die emanzipatorische Kraft des Lachens.

2015/12/10: Leihweise schuften. Jungle World. Über den Entwurf für ein neues Werkvertragsgesetz, das nur einer Minderheit von outgesourcten Arbeitnehmern zugute kommen würde, und einigen Politikern doch zu weit geht.

2015/05/01: Digital ist nicht besser. Jungle World. Über das Zukunftskonzept „Industrie 4.0“ und dessen erwartbare Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen.

2014/10/09: Das Chlorhuhn der Gewerkschaften. Jungle World. Über die Kritik der Gewerkschaften an den Freihandelsabkommen CETA und TTIP und die ausbleibende Grundsatzdebatte.

2014/09/04: A Constructively Sweeping Blow. The Industrial Worker. Rezension des von Philippe Kellermann herausgegeben Gesprächsbandes “Anarchismus, Marxismus, Emanzipation”.

2014/04/10: Win-Win, mehr war nicht drin. Jungle World. Über den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst, für den die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi (trotz massiver Warnstreiks) eine „Eskalation“ nicht suchte.

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Lukács‘ Klassenbewusstsein heute

In La traduction on 2016-11-10 at 1:29 pm

Georg Lukács, der ungarische Literaturtheoretiker und Kommunist deutscher Sprache, spielte bis zu seinem Tode 1971 eine wichtige Rolle als Erneuerer der marxistischen Philosophie. Er war 1919 an der ungarischen Räterepublik und 1956 am Budapester Aufstand beteiligt. In den 1920er-Jahren galt er der KPD als Linksabweichler und Revisionist. Für die radikalen 68er hingegen gehörte Lukács zu den Autoren, die man gelesen haben musste.

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Robert Lanning versucht, ein ursprüngliches marxistisches Verständnis wieder in den Vordergrund der Klassenanalyse zu rücken, und konzentriert sich dabei auf das einflussreiche Werk von Georg Lukács und dessen Begriff des zugerechneten Klassenbewusstseins. Nach Auffassung des Soziologen ist der weiterhin wichtig, weil er das Verhältnis zwischen Individuen und politischen Bewegungen der Klassenorganisierung zu fassen vermag. Und zwar im Lichte einer Lukács’schen Konzeption mit ihrer besonderen Betonung ethischer Aspekte, welche sich in der Zentralität widerspiegelt, die Lanning dem Potenzial und der Bedeutung des Individuums im bewussten Kampf für den Sozialismus zurechnet.

Robert Lanning: Georg Lukács und die Organisierung von Klassenbewusstsein, Hamburg 2016, Orig. v. 2009, übers. v. Andreas Förster. Mit einem Vorwort von Rüdiger Dannemann, Vorsitzender der Internationalen Georg-Lukács-Gesellschaft. Weitere Informationen auf der Website des Laika Verlags.

Rezension von Werner Jung, „Von Lukács lernen. Der Soziologe Robert Lanning beweist die Aktualität der Theorie vom Klassenbewusstsein“, Beilage der jungen Welt zur Linken Literaturmesse in Nürnberg.

Revolutionäre Annäherung

In La traduction on 2016-09-16 at 3:17 pm

Der französische Titel Affinités révolutionnaires birgt zweifelsohne eine Anspielung auf Goethes Roman Wahlverwandtschaften („Affinités électives“ auf französisch). Da jedoch die schulische Faust-Lektüre wohl hierzulande einen positiven Goethe-Bezug weithin verleidet und diesseits des Rheins auch das Schulfach Philosophie, mit seiner Jahrhunderte umfassenden Perspektive, nicht existiert, kommt das Gemeinschaftschaftswerk von Michael Löwy und Olivier Besancenot mit einem prosaischeren Titel daher.

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Mit diesem Buch versuchen Michael Löwy und Olivier Besancenot, die seit Jahren bekannte gesellschaftliche Akteure innerhalb der marxistischen Strömung und der sozialen Bewegungen in Frankreich sind, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser beiden Strömungen herauszuarbeiten. Ziel dieses Buches ist es, den Verständigungsprozess der sozialrevolutionären Akteure in der Gegenwart zu fördern. Das Buch, übertragen von Elfriede Müller und Andreas Förster, erscheint hiermit erstmals in deutscher Übersetzung im Berliner Verlag Die Buchmacherei.

Michael Löwy & Olivier Besancenot: Revolutionäre Annäherung. Unsere roten und schwarzen Sterne, Berlin 2016, Orig. v. 2014, übers. v. Elfriede Müller und Andreas Förster. Weitere Informationen auf der Website des Verlags Die Buchmacherei.

Rezensionen erschienen bisher in der Graswurzelrevolution #414 (Gaspar Bartholic: „Noch eine Begegnung der ‚feindlichen Brüder'“); auf Cultureglobe, Anfang November 2016 (Maurice Schumann: „Piep, piep, piep – Anarchist*innen und Trotzkist*innen habt euch lieb!“, Wiederabdruck in der Gaidao, #72); im Neuen Deutschland (Peter Nowak: „‚Für einen libertären Marxismus'“); und in der Sozialistischen Zeitung (Manuel Kellner, Rezension).