Andreas G. Förster

Bücher sind zu teuer!

In La traduction on 2010-06-16 at 12:21 am

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs befand sich George Orwell in einer Feuersicherheitswache in Gesellschaft von Arbeitern und einem Freund, dem Chefredakteur einer Zeitung. Man kam auf die Zeitungen zu sprechen, die man las und schätzte.

Als unsere beiden Intellektuellen die Arbeiter fragten, was sie vom Feuilleton hielten, antworteten diese: „Sie glauben doch nicht etwa, daß wir das Zeug lesen, oder?“ Lag das daran – so könnte ein Leser meinen, der Orwells Kommentare über die Vorgänger von Le Monde des livres etc. kennt –, dass diese Seiten schon damals beschämend dürftig waren? Ganz und gar nicht. Die Arbeiter fuhren fort: „Sie reden doch die Hälfte der Zeit von Büchern, die zwölf Schillinge und Sixpence kosten …“, das können wir gleich übersetzen: zwischen 15 und 20 Euro, „Unsereins kann nicht zwölf und Sixpence für ein Buch ausgeben.“

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