Andreas G. Förster

Die Commune von Marseille

In La traduction on 2013-02-16 at 2:58 pm

„Marseille gilt als letzte ungeschliffene Großstadt Frankreichs. Diejenigen, die diesen Umstand gestern noch mit gerümpfter Nase benannten, scheinen ihn heute als etwas extrem Positives, als Alleinstellungsmerkmal zu begreifen…“

Die Commune von MarseilleSchließlich geht es um die Transformation der Stadt in eine Ware. Dafür sind Pseudo-Ereignisse wie „Marseille Provence 2013 – europäische Kulturhauptstadt“ ein wichtiges Hilfsmittel. So gelingt es der Lokalpolitik zunehmend, aus Marseille eine traurige und kalte Stadt zu machen.

Scharfzüngig kritisiert Alèssi dell’Umbria die aktuelle Stadtplanung Marseilles und das zentralistische Modell Frankreichs. Der Historiker spürt einer verschütteten aufständischen, freiheitlichen Tradition und Alltagskultur in Marseille nach, die er bis in die Sprache und Dichtung zurückverfolgt. Herzstück der vorliegenden Broschüre ist das Kapitel über die Aufstände und Kommunen von Marseille der Jahre 1870/71.

Die Commune von Marseille. Auszug aus Alèssi Dell’Umbrias „Histoire universelle de Marseille – De l’an mil à l’an deux mille“. Broschüre erschienen und erhältlich bei Syndikat A. Übersetzung: Andreas Förster.

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