Andreas G. Förster

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Verdammte Fabrik

In Les sous-titres on 2013-05-14 at 6:47 pm

Seit 1973 arbeitet Jean-Pierre Levaray in einer Chemiefabrik in der Nähe von Rouen. 2002 schreibt er über seine Erfahrung in dem Buch „Putain d’usine“ („Verdammte Fabrik“).

Film "Verdammte Fabrik"

Der 52-minütige Dokumentarfilm von Rémy Ricordeau folgt J.-P. Levaray, der sich als „ein schreibender Arbeiter, aber nicht als Autor“ versteht, führt Gespräche mit dessen Arbeitskollegen und denkt über die Rolle der Arbeit in unserem Leben nach – und wie sich das Verhältnis zu ihr seit 30 Jahren verändert hat.

In diesem Ausschnitt sieht man insbesondere ein sehr eindrucksvolles Treffen zwischen J.-P. Levaray und Schülern einer Realschule, bei dem der Arbeiter über sein Buch erzählt und die Jugendlichen über ihre Erwartungen und Hoffnungen mit Blick auf ihr zukünftiges Arbeitsleben schreiben lässt.

Die Fabrik in Rouen ist sicherheitstechnisch genauso eingestuft wie die Chemiefabrik AZF in Toulouse, wo es 2001 zu einer gigantischen Explosion kam, die 31 Tote zurückließ. Wie in Toulouse, explodierte im April 2013 in der texanischen Kleinstadt West Ammoniumnitrat und forderte mindestens 14 Todesopfer.

Verdammte Fabrik. Ein Film von Rémy Ricordeau. Untertitel: Andreas Förster. Der Film (Auszug) ist zu sehen bei labournet.tv.