Andreas G. Förster

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Schwarze Flamme

In La traduction on 2013-08-28 at 7:14 am

Schwarze Flamme ist eine Geschichte der Gegenmacht: Lucien van der Walt und Michael Schmidt legen eine umfassende Systematik und internationale Geschichte des Anarchismus und eine Auseinandersetzung mit dessen Strategie und Taktik vor.

Schwarze FlammeVom 19. Jahrhundert bis zu heutigen antikapitalistischen Bewegungen zeichnen die Autoren anarchistische Traditionen nach und untersuchen anarchistische Positionen zu „Rasse“, Geschlecht, Klasse und Imperialismus. Mit seinem Umfang und der internationalen Dimension der Materialsammlung – auch zu Lateinamerika, Asien und Afrika – darf das Buch bereits jetzt als Standardwerk anarchistischer Geschichtsschreibung gelten: systematisch, kontrovers und ausgesprochen gut lesbar.

Bereits vor dem Erscheinen auf Deutsch machte das Buch auch hierzulande Furore, weil manche Rezensenten den Anarchismus durch van der Walt & Schmidt in ein „syndikalistisches Korsett“ gezwängt sehen. Dieser „konservativen Haltung der Besprechungen“ entgegnen die Übersetzer im Nachwort.

Lucien van der Walt & Michael Schmidt: Schwarze Flamme. Revolutionäre Klassenpolitik im Anarchismus und Syndikalismus. Aus dem Englischen übersetzt und mit einem Nachwort von Andreas Förster und Holger Marcks. Deutsche Erstausgabe, 560 Seiten, Edition Nautilus, Hamburg 2013. ISBN 978-3-89401-783-5.

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Das Treibhaus

In Les sous-titres on 2013-08-23 at 9:05 am

„Träumst du von deiner Arbeit?“ Das will der Filmemacher von den Teilhabern und Beschäftigten eines westfranzösischen Gartenbau-Betriebs wissen.

Das Treibhaus

Die Bilder fließen so unaufgeregt und klar dahin, wie man sich Landleben und Landluft vorstellt. Sie verschmelzen mit den Worten der Landwirte von der Loire. Sie sprechen über Selbstbilder und Fremdzuschreibungen, über technologischen Fortschritt und persönliche Haltung.

„Die Leute hatten immer eine falsche Vorstellung: Der Gartenbau und die ganze Landwirtschaft wäre was für Torfköppe. Mit Schubkarre und Strohhut! Die hocken hinter der Kuh, und vorm Porreepflanzen fahren sie Gülle! Das ist heute anders! Denn alles ist mechanisiert. Der Traktor hat Klimaanlage, Radio natürlich auch!“

Das Treibhaus. Ein Film von Marc Herblin. Untertitel: Andreas Förster. Der Film ist zu sehen im Ludwig Museum Koblenz in der Ausstellung La Qualité de l’Ombre. 3×3 Künstler Europas (Vernissage 25. August um 11 Uhr; bis 20. Oktober 2013).