Andreas G. Förster

Philosophie und Widerstand

In La traduction on 2014-03-17 at 2:12 pm

Die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds wollten Griechenland als Versuchslabor für kapitalistisches Krisenmanagement nutzen.

Buchcover DouzinasAber der vielfältige Widerstand machte aus dem Objekt des Experiments ein politisches Subjekt und durchkreuzte die Pläne der Eliten. Die Demokratie, ihre Idee und ihre Grenzen werden nun an ihrer Wiege, in Griechenland, neu erfunden.

Costas Douzinas erörtert die globale Krise und das Recht auf Widerstand, ergründet neoliberale Biopolitik und direkte Demokratie. Er beleuchtet auch die Verantwortung der Intellektuellen und die Poesie der Multitude, er diskutiert die Verschränkung von Populismus und Emanzipation. Am Beispiel Griechenlands zeigt der in London lehrende Jurist, wie radikal die weltweit anhaltende Welle von Protesten, Aufständen und Revolutionen die politische Landschaft verändert hat. Diese Entwicklung ist das jüngste Beispiel für die ewige Wiederkehr des Widerstands, dieses beständigen und bestechenden Merkmals des menschlichen Geistes.

Costas Douzinas: Philosophie und Widerstand in der Krise. Griechenland und die Zukunft Europas (LAIKAtheorie, Bd. 41), Hamburg 2014, Orig. v. 2013, übers. v. Andreas Förster, weitere Informationen (inkl. Leseprobe) beim Laika-Verlag.

Siehe auch Douzinas‘ aktuelle Wortmeldung in der Wochenzeitung Jungle World: »Die Linke wird improvisieren müssen«, Interview von Boštjan Videmšek, Jungle World Nr. 3, 16. Januar 2014; und im Gespräch mit Stephan Karkowsky: „Zum Sein gehört der Widerstand“, auf Deutschlandradio Kultur, 5. Mai 2014.

Besprechungen: Julian Heissler, „Weltweit Frühling“, in Freitag 11/14 (Sachbuch-Beilage); Wolf Senff, „Erneuerte Demokratie durch Widerstand“, in Titel Kulturmagazin, Mai 2014; Barbara Eisenmann, Rezension auf SWR2 Literatur, 25. Mai 2014.

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