Andreas G. Förster

Neue Ausstellung zum NN-Zuchthaus Sonnenburg

In La traduction on 2014-09-03 at 8:21 am

Zum 70. Jahrestag des Sonnenburger Massakers präsentiert der Arbeitskreis der Berliner VVN in Słonsk (Sonnenburg) Ende Januar 2015 seine neue Ausstellung zu den Verbrechen im KZ und Zuchthaus Sonnenburg. 1931 wurde das preußische Zuchthaus wegen unhaltbarer sanitärer Mängel geschlossen, seit dem 3. April 1933 diente das Zuchthaus Sonnenburg als Berliner Konzentrationslager.

Frans-van-Beneden_Zwarte-Hand-Main-Noire_Zeichnung-Georges-MichotteVon 1942 bis 1944 wurden weit über Tausend Widerstandskämpfer aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Norwegen als “Nacht- und Nebelhäftlinge” (NN) sowie Zwangsrekrutierte aus Luxemburg, die den Wehrdienst verweigerten, nach Sonnenburg deportiert. Viele starben oder gehörten zu den 819 Gefangenen, die in der Nacht vom 30. zum 31. Januar 1945 von einem SS-Kommando erschossen wurden.

Anhand vieler neuer Exponate erzählt die Ausstellung die Geschichte des Konzentrationslagers und des Zuchthauses. Mit einführenden Texten, zahlreichen Bildern, Kurzbiografien und Originaldokumenten wird beleuchtet, warum Sonnenburg zu einem der wichtigsten Konzentrationslager Berlins und Preußens  wurde. 

Anlässlich der Gedenkfeier zum 70. Jahrestag des Massakers Ende Januar 2015 wird die Dokumentation im Muzeum Martyrologii Słońsk eröffnet. Zu den neuen Exponaten gehört der Bericht des belgischen NN-Häftlings Georges Michotte, übersetzt von Andreas Förster. Die ausführliche Meldung hier: Arbeitskreis zur Geschichte des Konzentrationslagers und des Zuchthauses Sonnenburg bei der Berliner VVN-BdA. 

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