Andreas G. Förster

Archive for Juni 2015|Monthly archive page

Well done, sister Suffragette

In Les sous-titres on 2015-06-24 at 12:49 pm

Es waren bewegte Zeiten, Anfang des Jahrhunderts, in London: Wohlhabende Frauen warfen Steine und ließen sich verhaften, traten in den Hungerstreik und wurden zwangsweise ernährt – es war der Kampf um das Frauenwahlrecht. Eine davon war Sylvia Pankhurst, Malerin und Aktivistin. Was heute selbstverständlich erscheint, musste vor gerade einmal 100 Jahren hart erkämpft werden.

pankhurst

Die Dokumentation – die jetzt in Gänze zu sehen ist – erzählt vom Leben, dem Kampf und der politischen Bedeutung der Suffragette und Revolutionärin Sylvia Pankhurst. Während sich Pankhursts Mutter und ihre Schwester mit dem Wahlrecht für Frauen der Oberschicht begnügten, kämpfte Sylvia Pankhurst von Anfang an gegen das Zensuswahlrecht, für ein allgemeines Wahlrecht – für Frauen und wenig Begüterte.

Der Film ist nicht nur eine Dokumentation über eine Einzelne. Er erzählt auch von den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Zuständen zu einer Zeit, als die Revolution eine konkrete Bedrohung für die herrschenden Klasse war.

Sylvia Pankhurst – Alles ist möglich. Ein Film von Ceri Dingle und Viv Regan. Untertitel: Andreas Förster, mit Unterstützung von labournet.tv.

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Stitch. Arbeiterinnen im Widerstand

In Les sous-titres on 2015-06-22 at 1:50 pm

Zwei Jahre nach dem Staatsstreich reist im Sommer 2011 eine Gruppe US-amerikanischer Gewerkschafterinnen nach Honduras. In dem mittelamerikanischen Land treffen sie Kolleginnen, die in gewerkschaftlichen Frauenkomitees organisiert sind. Unterstützt werden sie alle von dem Netzwerk „Stitch“ („Stich“).

push-backIn dem Video sprechen Arbeiterinnen über die Auswirkungen der US- und zentralamerikanischen Freihandelszone CAFTA (in Kraft seit 2006), über Gewerkschaften und Entwicklungen in der Bananen-Industrie, über frauenfeindliche Diskriminierung am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft – und natürlich über ihre eigene, erfolgreiche Organisierung als feministische Bewegung. Gemeint sind damit einerseits Seminare der Selbstermächtigung, andererseits aber auch kollektive, frauenrelevante Verbesserungen in Tarifverträgen.

Zu Wort kommen unter anderen Lupita Aguila (Stitch), Zoila Largos (Apoyo Mutuo Entre Mujeres, APOMUH) und Ariel Jacobson (Unitarian Universalist Service Committee, UUSC).

Stitch. Arbeiterinnen im Widerstand. Ein Film von Beth Geglia. Deutsche Untertitel: Andreas Förster. Für labournet.tv.

Rally zu fairem Lohn in Camden (London)

In Les sous-titres on 2015-06-02 at 10:05 am

Im März 2015 versammeln sich ArbeiterInnen der kommunalen Schulspeisung und der städtischen Altenpflege im Londoner Stadtteil Camden vor dem Bezirksrathaus. Sie fordern einen existenzsichernden Lohn, den sogenannten Living Wage, der deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt.

camdenZu Wort melden sich in dem Video neben Gewerkschaftern auch Vertrauensleute und ArbeiterInnen. Ein Kollege formuliert das Problem so: „Unser Lohn liegt über dem Mindestlohn, aber weit unter dem Existenzminimum.“ Das offizielle Existenzminimum gilt aktuell als erreicht, wenn der Stundenlohn die Marke von 9,15 Pfund erreicht.

Nicht umsonst trägt einer der Gewerkschaftssekretäre eine „$15“-Button. Der Kampf in London hat viele Ähnlichkeiten mit der „Fight for 15“-Bewegung in USA: In beiden Länden sind es prekäre ArbeiterInnen, meist MigrantInnen oder People of color, die bei den Kämpfen für einen existenzsichernden Lohn bzw. einen höheren Mindeslohn in der ersten Reihe stehen. (Siehe die Ankündigung zum Streik am 15. April bei labournet.tv sowie den Artikel „Fast Food macht nicht satt“ in der Jungle World).

Rally zu fairem Lohn in Camden (London). Ein Video von UNISON Camden. Deutsche Untertitel: Andreas Förster. Für labournet.tv.