Andreas G. Förster

Rally zu fairem Lohn in Camden (London)

In Les sous-titres on 2015-06-02 at 10:05 am

Im März 2015 versammeln sich ArbeiterInnen der kommunalen Schulspeisung und der städtischen Altenpflege im Londoner Stadtteil Camden vor dem Bezirksrathaus. Sie fordern einen existenzsichernden Lohn, den sogenannten Living Wage, der deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt.

camdenZu Wort melden sich in dem Video neben Gewerkschaftern auch Vertrauensleute und ArbeiterInnen. Ein Kollege formuliert das Problem so: „Unser Lohn liegt über dem Mindestlohn, aber weit unter dem Existenzminimum.“ Das offizielle Existenzminimum gilt aktuell als erreicht, wenn der Stundenlohn die Marke von 9,15 Pfund erreicht.

Nicht umsonst trägt einer der Gewerkschaftssekretäre eine „$15“-Button. Der Kampf in London hat viele Ähnlichkeiten mit der „Fight for 15“-Bewegung in USA: In beiden Länden sind es prekäre ArbeiterInnen, meist MigrantInnen oder People of color, die bei den Kämpfen für einen existenzsichernden Lohn bzw. einen höheren Mindeslohn in der ersten Reihe stehen. (Siehe die Ankündigung zum Streik am 15. April bei labournet.tv sowie den Artikel „Fast Food macht nicht satt“ in der Jungle World).

Rally zu fairem Lohn in Camden (London). Ein Video von UNISON Camden. Deutsche Untertitel: Andreas Förster. Für labournet.tv.

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