Andreas G. Förster

Die Klassenkämpfe in der UdSSR, 1930-1941

In La traduction on 2016-05-02 at 6:48 am

Charles Bettelheim, einer der profiliertesten marxistischen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, befasste sich Jahrzehnte mit der Ökonomie und Politik der Sowjetunion. Der französische Jungkommunist wurde zunächst ein Kritiker des Stalinismus, war später stark maoistisch beeinflusst, um dann in seiner letzten Lebensphase das bolschewistische Revolutionsmodell einer grundsätzlichen Kritik von links zu unterziehen.

„Das eigentliche Verdienst Bettelheims“, so schreiben die Herausgeber in ihrem Vorwort, „liegt in der Grundlegung analytisch überzeugenden Kategorien der Wirtschaftsgeschichte und -theorie, gerade für eine historische Periode, die Marx nicht erleben konnte und für die ein Teil des begrifflichen Instrumentariums erst zu finden ist.“

Bekannt wurde der marxistische Ökonom in breiteren linken Kreisen indes bereits in den 60er Jahren durch seinen wirtschaftspolitischen Disput mit dem kubanischen Industrieminister Ernesto „Che“ Guevara. Mitte der 1970er schließlich erschien Band 1 der Klassenkämpfe auf Deutsch, über die Periode 1917-1923. Erstmals erschließt nun Die Buchmacherei den Band über die 1930er Jahre (erschienen in den Jahren 1982 f.) einem deutschsprachigen Publikum. Auf über 600 Seiten untersucht und analysiert Bettelheim „die Welt der Herrschenden“ und „die Welt der Beherrschten“.

Charles Bettelheim: Klassenkämpfe in der UdSSR. Band 3 und 4, Die Buchmacherei: Berlin 2016, übers. v. Andreas Förster, gefördert durch das Programme d‘Aide à la Publication (P.A.P) des Institut français.

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