Andreas G. Förster

Französische Presse und Flugzeuge

In La traduction on 2018-04-19 at 3:40 pm

Ab Juni 1948 blockierte die sowjetische Militäradministration die Land-, Schienen- und Wasserwege zwischen Berlin und den drei Westzonen Deutschlands. Elf Monate lang, bis Mai 1949, musste West-Berlin von den Alliierten über eine Luftbrücke versorgt werden. Schnell entwickelte sich der „Rosinenbomber“ zum Symbol für die Solidarität des Westens mit der eingeschlossenen Bevölkerung.

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70 Jahre später stellt sich die Frage, welche Bedeutung diesem ersten großen Konflikt im Kalten Krieg als Erinnerungsort zukommt. Die Autorinnen analysieren die damalige Rezeption sowie den gegenwärtigen Stellenwert des Ereignisses. Der Begriff Luftbrücke wird ebenso kritisch beleuchtet wie die Mythen und Legenden, die sich um sie ranken.

Die Beiträge von Philippe Jian und Ivan Sand, beide übersetzt von Andreas Förster, betrachten das Thema in seinem Bezug zu Frankreich. Jian untersucht die Berliner Luftbrücke 1948/49 im Spiegel der französischen Presse und Sand widmet sich den französischen Luftstreitkräften und den Auswirkungen der Luftbrücke auf die armée de l’air.

Der Sammelband enthält darüberhinaus Beiträge von Jan Behrends, Silke Betscher, Corine Defrance, Axel Drieschner, Jörg Echternkamp, Mila Ganeva, Torben Giese, Bodo Hechelhammer, Matthias Heisig, Bernd von Kostka, Sigrun Lehnert, Martina Metzger, Doris Müller-Toovey, Florian Pauls, Ulrich Pfeil, Gerhard Sälter und Malgorzata Swider.

Philippe Jian: „Sollten wir die Ferien nicht einfach in Berlin verbringen?“, S. 74-95, sowie Ivan Sand: „Rehabilitierung, Selbstbewusstsein und Tradition“, S. 96-111, beide übersetzt von Andreas Förster, in: Corine Defrance, Bettina Greiner, Ulrich Pfeil (Hg.): Die Berliner Luftbrücke. Erinnerungsort des Kalten Krieges, Berlin 2018. Weitere Informationen auf der Website des Ch. Links Verlags.

PS: Versuchsweise findet in diesem Artikel das generische Femininum Anwendung.

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